Vergleich: Ein Vergleich verschiedener Materialien für Arbeitsplatten unter der Berücksichtigung von 10 verschieden Faktoren.

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Vergleich: Ein Vergleich verschiedener Materialien für Arbeitsplatten unter der Berücksichtigung von 10 verschieden Faktoren.

Edelstahl im Vergleich zu anderen Materialien für Arbeitsplatten

Ein jeder möchte, dass die Arbeitsplatte für die neue Küche in erster Linie praktisch sein soll. Jedoch soll sie auch zum Stil der Küche passen und das macht die Entscheidungsfindung extra kompliziert. Es ist wirklich nicht leicht, alle diese Wünsche unter einen Hut zu bringen. Ein nicht unwesentlicher Punkt ist, wie sieht es mit den Kosten aus, welche man für die Arbeitsplatte eingeplant hat.

Wir vergleichen nachfolgend die derzeit meist gewählten Materialien: Laminat, Holz, Beton, Marmor, Granit und Komposit, selbstverständlich auch Edelstahl. Wir sind uns dessen bewußt, dass diese Liste nicht vollständig ist. Außerdem gibt es für alle Materialien selbst innerhalb dieser Gruppen einige Qualitätsunterschiede. Dass zum Beispiel sowohl Marmor als auch Granit als separate Materialien beschrieben werden, ist darin begründet, dass diese sehr unterschiedliche Eigenschaften haben.

Abgesehen vom Aussehen gehen wir hier auf folgende Fragen ein:

  1. Welche Möglichkeit der Montage des Spülbeckens gibt es in dem jeweiligen Material?
    2 Wir empfindlich ist das Material bezüglich hoher Temperaturen Hitze von Kochtöpfen?
    3 Wie verträgt die Oberfläche saure oder farbstarke Lebensmittel?
    4 Wie hoch ist der Aufwand, die Arbeitsplatte in einem guten Zustand zu erhalten?
    5 Wie einfach ist die jeweilige Oberfläche zu reinigen?
    6 Wie empfindlich ist die Oberfläche für mechanische Beschädigungen durch z.B. Messer oder schwere Gegenstände?
    7 Kann die Arbeitsplatte für ungewöhnliche Größen angepasst werden?
    8 Wie sind die Anforderungen an die Montage der Arbeitsplatte?
    9 Wie lange hält das Material?
    10 Was sind die Kosten für einer solchen Arbeitsplatte?

Die richtige Arbeitsplatte für sich zu finden und dabei Aussehen und die eigenen Preisvorstellungen miteinander zu vereinbaren ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass es fast unmöglich ist, eine Arbeitsplatte zu finden, die wirklich allen Wünschen gerecht wird. Deshalb sollte man für die eigene Küche entscheiden, was sind die wichtigsten Eigenschaften? Und mit welchen, für mich weniger wichtigeren Nachteilen, kann ich leben?

1) Wie gut kann das Spülbecken eingebaut werden?

Wie das Spülbecken generell eingebaut werden kann, hängt von dem jeweiligen Material ab. Die verschiedenen Arten haben außerdem unterschiedlich gute Übergänge.

Es gibt nur zwei Materialien, mit welchen es möglich ist, das Spülbecken ganz ohne Rand zwischen der Beckenkante und der Arbeitsfläche einzubauen. Es gibt damit keinerlei Kanten oder Fugen, in welchen sich Schmutz oder Bakterien ansammeln können. Sowohl Quarz-Kompositarbeitsplatten als auch Edelstahlarbeitsplatten haben einen solchen fugenfreien Übergang zwischen dem Spülbecken und der Arbeitsfläche.

Fugenloser Einbau des Spülbecken

In Edelstahlarbeitsplatten besserer Qualität wird das Spülbecken in die Arbeitsplatte eingeschweisst. Auch bei Arbeitsplatten aus Kunststein oder Mineralstoffen können die Spülbecken aus dem gleichen Material wie die Arbeitsfläche hergestellt werden und sind damit in einem Stück mit der Arbeitsplatte. Ein fugenloser Übergang zwischen Spülbecken und Arbeitsfläche ist eine Verbindung, welche den besten hygienischen Anforderungen gerecht wird und am besten hält.
In Edelstahlplatte integrierte Spülbecken.

Einbauspülen.

Die Einbauspüle wird in einen in der Arbeitsplatte vorgenommenen Ausschnitt eingesetzt, welche keiner als das Spülbecken ist. Damit kommt der Rand des Spülbeckens auf der Arbeitsfläche zu liegen. Die Gestaltung der Kante der Spüle kann sehr unterschiedlich sein, von einem Wulst bis zu einer flachen Kante. Ungeachtet wie diese Kante ausgeführt ist, entsteht eine Kante deren Übergang zur Arbeitsplatte schwer sauber zu halten ist. Hier können sich leicht Reste und Bakterien ansammeln. Spülbecken dieser Art können in Arbeitsplatten aller Materialien eingesetzt werden. Der Einbau kann selbst vorgenommen werden.
Eingesetztes Spülbecken.
Aufgelegtes Spülbecken.
Beispiel Spülbecken 1.
Beispiel Spülbecken 2.

Spülbecken für die flächenbündige Montage.

Flächenbündig montiertes Spülbecken.
Eine weitere Methode für den Einbau von Spülbecken ist die flächenbündige Montage. Das Spülbecken muss für diese Einbauweise vorgesehen sein. In die Arbeitsplatte wird entlang der Kante für die Aussparung eine Vertiefung gefräst, in welche der Rand des Spülbeckens zu liegen kommt. Die Montage erfolgt mittels Silikon und wird durch den Hersteller der Arbeitsplatte vorgenommen. Hier ist es bedeutend leichter, den Übergang zwischen Spülbecken und Arbeitsplatte sauber zu halten. Keine Ränder sind im Weg. Es kann einzig sein, dass das Silikon im Laufe der Zeit altert.

Unterbauspülbecken.

Diese Spülbecken stellen eine dritte Art des möglichen Einbaus in eine Arbeitsplatte da. Der Einbau erfolgt von der Unterseite der Arbeitsplatte, unter Umständen mit einer Einfräsung. Zum Beispiel wird beim Unterbau in Laminatbänken die dünne oberste Schicht dazu verwandt um damit die Kante des Spülbeckens zu überdecken. Die Montage eines solchen Spülbeckens kann nur in den entsprechenden Fabriken vorgenommen werden. Auch wenn es sich hier um eine sehr gute Methode des Einbaus handelt, gibt es zwangsläufig eine Kante zwischen dem Spülbecken und dem Material.
Unterbauspülbecken Variante 1.
Unterbauspülbecken Variante 2.
Beste Wahl: Edelstahlarbeitsplatten mit einem eingeschweisstem Spülbecken. Oder Arbeitsplatten aus Mineralstoff mit einem Spülbecken aus dem gleichem Material, so dass Arbeitsplatte und Spülbecken in einem Stück gegossen sind.

3) Die Wärmeempfindlichkeit der verschiedenen Materialien

Granit hat, verglichen mit den anderen hier genannten Materialien, mit Abstand die geringste Empfindlichkeit gegenüber hohen Temperaturen. Andere Arbeitsplatten aus ähnlichem Material wie Beton, Stein oder Fliesen vertragen zwar höhere Temperaturen, jedoch nicht so gut wie Granit. Wieder andere Materialien können eingebrannte Flecken bekommen oder anderweitig Schäden bekommen. Eine Bratpfanne kann von der Unterseite einige 100 Grad warm werden und damit entsprechenden Schaden anrichten. Granit soll Temperaturen von bis zu ca. 500 Grad Celius aushalten.

Auch wenn Granit hohen Temperaturen ausgesetzt werden kann, sollte man vorsichtig sein. Plötzliche Temperaturunterschieden können eine Granitplatte unter Umständen zum Platzen bringen. Besonders die Unterseite von Bratpfannen kann auf Keramikkochfeldern oder Gaskochfeldern recht hohe Temperaturen annehmen und diese lange speichern.
Granit kann sehr gut mit anderen Materialien kombiniert werden, gerade wegen seiner geringeren Empfindlichkeit für Hitze kann das eine gute Lösung für Ihre Planung sein.

Stellt man einen sehr warmen Kochtopf oder Bratpfanne auf eine Edelstahlplatte, so vergrößert sich das Edelstahlblech innerhalb dieses Bereiches. Auch wenn der Edelstahl mit der darunter befindlichen Spanplatte verleimt ist und der Kleber hohe Temperaturen aushält. Die Spannungen im Edelstahl gehen nach Abkühlung wieder zurück, jedoch ist es nicht sicher, dass sich alles 100%-ig zurückbildet. In diesem Bereich können sich kleine Erhöhungen bilden, selbst die Verleimung kann durch die Spannungen beschädigt werden.

Wir haben in einem Sortiment (Furhoffs Free) die Möglichkeit, kleine Erhebungen in die Arbeitsplatte zu pressen, welche als Abstellfläche verwendet werden kann. Es gibt auch spezielle Möbelbeschläge, welche in vorbereitete Bohrung montiert werden können und damit als isolierende Abstellfläche verwendet werden können. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass es damit schwierig ist, diese Flächen sauber zu halten. Das einfachste und sicherste ist immer noch, einen Topfuntersetzer zu verwenden.

Auch wenn in Kompositmaterial mineralische Bestandteile hat, so sind die synthetischen Anteile wärmeempfindlich. Arbeitsplatten aus Komposit sind hitzeempfindlich, Töpfe und Bratpfannen können sehr hässliche Flecken hinterlassen.

Holzarbeitsplatten und ebenso Arbeitsplatten Laminat sind empfindlich für die hohen Temperaturen.

Beste Wahl: Granit.

3) Wie vertragen die Oberflächen saure oder stark färbende Flüssigkeiten?

Alle Materialien sind mehr oder weniger empfindlich. Und selbstverständlich sind Fugen innerhalb einer Arbeitsplatte besonders empfindlich.

Selbst Wasser kann die Oberfläche einer Arbeitsplatte beeinflussen.

Eine ganz normale Holzarbeitsplatte kann durch Wasser auf der Oberfläche beschädigt werden, wenn sie nicht umgehend abgetrocknet wird. Dadurch entstandene Schäden müssen ausgeschliffen werden und entsprechend neu nachbehandelt werden. Besonders empfindlich ist Marmor für Wasserflecke. Im schlimmsten Fall gehen diese gar nicht zu beheben.

Trocknet Wasser dagegen auch einer Edelstahlarbeitsplatte, können maximal Kalkränder entstehen. Die Flecken sowie wie auch die Kalkränder gehen jedoch mit für Edelstahl zu verwendenden Reinigungsmitteln einfach zu entfernen.

Am aggressivsten sind saure Flüssigkeit, welche ausserdem stark färbend sind.

Flüssigkeiten, welche den größten Schaden anrichten können, sind Rotwein, eingelegte Rote Beete und Ketchup. Selbst auf Granit können diese Flüssigkeiten Flecken hinterlassen, wenn man die Flecken nicht möglichst umgehend entfernt. Den größten Schreck kann ein umgekipptes Glas Rotwein auf einer porösen Oberfläche wie Beton oder auf Marmor hervorrufen. Und das zu Recht, denn diese Flecken sind äußerst schwer, wenn überhaupt, zu beseitigen. Auch kohlensäurehaltige Limonaden können auf Marmor recht großen Schaden anrichten. Dagegen sind Arbeitsplatten aus Kunststein oder Mineralstoffen bedeutend unempfindlicher, da dieses Material eine sehr dichte Oberfläche hat.

Vorsicht bei Fugen.

Ein weiteres Material, welches diese Flüssigkeiten gut verträgt, sind die Laminatarbeitsplatten. Hier wird es erst kritisch, wenn die Flüssigkeit die Fugen erreicht, welche unweigerlich beim Einbau des Spülbeckens entstehen.

Edelstahl.

Edelstahl dagegen kann allem ausgesetzt werden, was man trinkt, isst oder bei der Zubereitung der Lebensmittel verwendet. Selbst wenn man das Küchenkaos erst einigen Stunden nach dem großen Kochen beseitigt, bekommt man alle Reste zum Beispiel von Rotwein oder anderen Flüssigkeiten ohne größere Schwierigkeiten gesäubert und es werden keinerlei Rückstände oder Flecken im Material zu erkennen sein. Lesen Sie gerne mehr dazu unter der Rubrik: Wie halten Sie Ihre Edelstahlarbeitsplatte sauber?

Beste Wahl: Edelstahl und Arbeitsplatten aus Kunststein oder Mineralstoffen.

3) Der Pflegeaufwand

Edelstahl und Laminat erfordern keine spezielle Behandlung. Auch polierter Granit ist sehr dankbar als Material für Arbeitsplatten, auch diese Oberfläche erfordert keine laufende spezielle Behandlung.

Dagegen müssen poröse Oberflächen wie Echtholz, Marmor und Beton besonders nach der Installation entsprechend den Informationen des Lieferanten behandelt werden. Oft sind diese auch in entsprechenden zeitlichen Abständen zu wiederholen damit die Oberfläche bestmöglich geschützt ist.

Beste Wahl: Edelstahl, polierter Granit und Laminat.

5) Die tägliche Reinigung

Solange Sie keine chlorhaltigen Reinigungsmittel oder Scheuermittel anwenden, kann eine Edelstahloberfläche absolut sauber gehalten werden. Das ist auch der Grund, weshalb Edelstahl in Bereichen zum Einsatz kommt, wo es auf absolute Reinheit ankommt – so auch im Kontakt mit Lebensmittel.
Lebensmittel können deshalb direkt auf die Edelstahlarbeitsfläche gelegt werden. Kuchen – oder Pastateig direkt auf der Arbeitsplatte auszurollen geht ohne Probleme. Wie eine Edelstahlarbeitsplatte gesäubert werden kann lesen Sie unter der Rubrik:
Pflegehinweise.

Arbeitsplatten aus Laminat sind auch leicht zu reinigen. Hier ist das Problem der Fugen zwischen Spülbecken und Arbeitsfläche. Kanten und Übergänge sind immer schwer sauber zu halten und ein Platz, wo Bakterien entstehen können.

Am schwersten sind poröse Oberflächen zu säubern. Die zu verwendenden Reinigungsmittel sollten die Schutzschicht auf diesen Oberflächen nicht zerstören.

In jedem Fall ist es wichtig, die Hinweise für das Reinigen der jeweiligen Produkte genauestens zu beachten.

Ungeachtet für welches Material Sie sich entscheiden – Reinigungsmittel müssen immer mit klarem Wasser abgespült werden und die Oberflächen nachgetrocknet werden.

Beste Wahl: Edelstahl und polierter Granit.

6) Was hält die Arbeitsplatte aus?

Eine Arbeitsplatte muss einiges aushalten. Mal rutscht einem die gusseiserne Bratpfanne aus der Hand. Ein Messer fällt auf die Platte. Oder eine Tasse aus dem darüber befindlichen Schrank. Es geht nicht nur darum zu beurteilen, wie empfindlich eine Arbeitsplatte ist. sondern auch, ob man im schlimmsten Fall eine Reparatur vornehmen kann.

Holz ist ein Material, welches relativ weich ist. Fällt eine Tasse auf eine Holzfläche, geht die Tasse nicht unbedingt entzwei. Auf der anderen Seite kann sich das Holz durch starke Belastung auch abnutzen. Holz ist jedoch am einfachsten wieder zu reparieren. Die Fläche kann selbst übergeschliffen werden. So bekommst man recht viele Schäden behoben. Wird die Platte wieder gut eingeölt, sieht die Arbeitsplatte wieder wie neu aus. Muss man jedoch die gesamt Arbeitsplatte mit 1 – 2 mm abziehen, sollte man sich an eine entsprechende Werkstatt wenden.

Poröse Materialien, vor allem Marmor und bestimmte Sorten von Stein, können sehr leicht beschädigt werden. Und nicht immer ist es möglich, diese Schäden zu reparieren. Dünnere Arbeitsplatten aus Marmor können zerspringen, indem man eine schwere Einkaufstüte draufstellt. Kommt man mit schwerem Kochgeschirr oder Bratpfannen an eine Kante oder Ecke, so können diese leicht abplatzen. Und auch diese Schäden gehen nicht zu reparieren.

Wird Edelstahl mit einer Spanplatte unter Druck miteinander verklebt, so entsteht eine sehr stabile und unempfindliche Oberfläche. Ein Tasse, welche einem aus der Hand fällt, geht sicher entzwei. Hinterlässt jedoch nicht unbedingt Stellen auf dem Edelstahl. Fällt einem die gußeiserne Bratpfanne aus der Hand, muss man leider auch hier mit einer Beule in der Arbeitsplatte rechnen.

Edelstahl wird jedoch eine Unmenge von kleinen Kratzern erhalten. Diese sieht man am Anfang noch sehr deutlich. Allerdings verschwinden sie mehr und mehr in der Patina, welche sich aus all den kleinen Kratzern bildet. Diese Kratzer müssen akzeptiert werden und können nicht auspoliert werden.

Wird die Oberfläche einer Laminatarbeitsplatte beschädigt, so ist dies leider ein bleibender Schaden. Arbeitsplatten aus Kunststein oder Mineralstoffen kann repariert werden. Oft erhält man bei Lieferung ein spezielles Set für diese Fälle mitgeliefert.

Beste Wahl: Keine der Arbeitsplatten ist unzerstörbar. Auch wenn der Grad einer möglichen Schädigung sehr unterschiedlich sein kann.

7) Die mögliche Anpassung der Arbeitsplatte an die Küche

Ungeachtet für welches Material man sich entscheidet und es ist eine umfassende Anpassung einer Arbeitsplatte an schräge Wände, Ecken oder Rohre an der Wand erforderlich, kostet es immer bedeutend mehr als eine gerade Arbeitsplatte. Dagegen ist es mit machen Materialien einfacher, Anpassungen vorzunehmen als mit anderen.

Die Längen und Tiefen einer Arbeitsplatte sind ein Beispiel. Einige Materialien gibt es in einem Stück nur bis zu gewissen Längen. Bei Arbeitsplatten über diese Länge hinaus muss man entweder eine Kombination mit anderen Materialien vornehmen. Oder es muss eine Fuge akzeptiert werden. Laminat ist bis zu Längen von um 5 Metern erhältlich. Holz bis zu 6 Metern. Edelstahl ist zwar durch die Blechgröße in erster Linie begrenzt. Jedoch können die Länge miteinander perfekt verschweisst werden, so dass man selbst Arbeitsplatte bis zu 7 Metern Länge herstellen kann.

Es gibt Begrenzungen für die Stärke der verschiedenen Materialien. Edelstahl können wir in einer Stärke zwischen 12 und 100 mm anbieten. Laminat und Arbeitsplatten aus Kunststein oder Mineralwerkstoff ist bereits mit Stärken 12- 15 mm erhältlich und gibt es bis zu Stärken von 40 mm. Holz gibt es oft in gewissen festen Stärken. Die größte Auswahl von Granit und Stein hat man bei einer Stärke von 30 mm, aber auch 40 mm ist üblich.

Sowohl Arbeitsplatten aus Edelstahl als aus Kunststein und Mineralwerkstoff können als L-Arbeitsplatte in einem Stück hergestellt werden. Alle Materialien können als L-Platten miteinander verfugt werden, jedoch ist das Resultat recht unterschiedlich.

Es kein Problem Ausschnitte vorzunehmen. Einzig bei Granit und ähnlichen Material wird die Arbeitsplatte oft in einzelnen Stücken um den Ausschnitt herum hergestellt und vor Ort wieder zusammengefügt.

Beste Wahl: Edelstahl

8) Die Montage

Das Vorgehen bei der Montage der Materialien ist äußerst unterschiedlich. So wird Granit und Stein oft direkt vom Hersteller angeliefert, hineingetragen und auch installiert. Große Gewichte bei selbst kleineren Arbeitsplatten, die Empfindlichkeit während des Transportes und letztendlich das Erfordernis einer absolut gleichmäßigen Auflage auf den Unterschränken macht, dass diese Arbeiten vom Hersteller selbst ausgeführt werden.

Echtholzplatten sind zwar etwas leichter, erfordern jedoch auch einige Vorsicht bei der Montage. Man muss unbedingt den Empfehlungen des Herstellers folgen. Holz ist ein „lebendes“ Material und verändern die Größe entsprechend der Luftfeuchtigkeit. Deshalb dürfen diese Arbeitsplatten nur mit speziellen Beschlägen gegen die Unterschränke verschraubt werden. Das Material benötigt eine gewisse Bewegungsfreiheit.

Ungeachtet welche Arbeitsplatte Sie für Ihre Küche wählen, informieren Sie sich, wie man eine Spülmaschine unter der Arbeitsplatte montiert. Und vor allem, ob die Arbeitsplatte darüber extra gegen eventuelle Wärme und Dampf vom Geschirrspüler geschützt werden muss.

Eine Edelstahlarbeitsplatte ist von der Unterseite mit Spanplatte ausgefüllt. Diese kommt auf die Unterschränke zu liegen und kann dadurch einfach mit den Schränken verschraubt werden. Wie auch bei anderen Materialien ist es wichtig, genauestens zu prüfen, dass man nicht zu lange Schrauben verwendet. Ein Schaden, der von einer durch den Edelstahl gebohrten Schraube herrührt, ist nur in der Fabrik zu beheben.

Eine Überlegung, welche man nie ausser Acht lassen darf, wenn man dabei ist, sich für eine recht komplexe Winkelarbeitsplatte aus einem Stück oder eine 6 Meter lange Arbeitsplatte zu entscheiden: kontrollieren Sie, ob Sie diese wirklich in die Küche hineingetragen bekommen. Ein Treppenhaus oder eine Ecke im Flur können zum unüberwindlichen Hindernis werden.

Beste Wahl: Alle Materialien sind einfach zu montieren, so lange man sich an die Empfehlungen des Herstellers hält.

9) Wie lange hält die Arbeitsplatte?

Erfahrungsgemäß halten Arbeitsplatten aus Laminat nicht ganz so lange wie Arbeitsplatten aus anderen Materialien. Auch wenn es hier unterschiedliche Qualitäten gibt. Holzplatten können Schäden zum Beispiel durch Wasserflecken nehmen. Wir haben Fotos erhalten, welche zeigen, dass man nach 2 – 3 Jahren einfach aufgibt und nicht mehr die Kraft hat, die Platte ständig zu behandeln und vorsichtig mit Wasser und Lebensmitteln umzugehen. Beton und Marmor kann schnell viele Flecken bekommen. Entweder man mag das. Oder man gibt auch hier irgendwann auf. Granit kann sehr lange halten, wenn man nicht die Kanten beschädigt hat oder der Übergang beim Spülbecken nicht mehr so gut aussieht.

Beste Wahl: Edelstahl und Granit. Beide halten sehr lange, das größte Risiko sind kräftige mechanische Schäden.

10) Die Kosten

Alle Arbeitsplatten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Preislagen. Die Variante mit dem geringsten Preis ist eine einfache Laminatarbeitsplatte von einem Baumarkt in welche man selbst eine Aussparung sägt und in diese ein auf der Kante aufliegendes Spülbecken einsetzt. Wählt man als Laminat eine bessere Qualität und lässt das Spülbecken untermontieren, so kostet diese Variante bedeutend mehr, aber sie hält auch länger.

Genauso kann man alle Materialien sehen. Selbst im Bereich Edelstahl gibt es einfache Standardarbeitsplatten bis zu einer gewissen Länge mit einen festen Platz für das eingepresste Spülbecken. Diese Platten sind lediglich mit Holzleisten entlang der Kanten verstärkt. Sie sind nicht unter der Arbeitsfläche verstärkt wie massgefertigte Arbeitsplatten aus Edelstahl. Oft sind die Ecken von einfachen Edelstahlarbeitsplatten, welche gegen die Rückseite gehen, nicht verschweisst.

Beste Wahl: Laminat kann die Lösung sein, welche in der Anschaffung am wenigsten kostet. Langsichtig lohnt sich eine Edelstahlarbeitsplatte jedoch mehr.

Zusammenfassung:

Kein Material, auch nicht Edelstahl, ist absolut perfekt, wenn es um eine Arbeitsplatte für die Küche geht. Wir haben hier nicht auf alle Materialien eingehen können. Arbeitsplatten könne aus Glas hergestellt werden, man kann die Arbeitsplatte mit Fliesen belegen. Ich einigen Ländern sind Arbeitsplatten aus Bambus das meist gewählte Material. Und es kommen neue Werkstoffe auf den Markt, welche vielleicht in einigen Jahren in den Küchen vorrangig zu finden sein werden.

Derzeit ist Edelstahl eines der Materialien, welches vielen der wichtigsten Eigenschaften für eine gute und haltbare Arbeitsplatte in der Küche entspricht.
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