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Über Edelstahl und Aufbau

Wie sieht die Edelstahlarbeitsplatte von der Unterseite aus?

Das Edelstahlblech für die Arbeitsplatten hat eine Stärke von 0,8 mm und ist kaltgewalzter Stahl der Qualität V2A (EN 1.4301).

Die Edelstahlfläche ist von der Unterseite mit einer 6 mm starken verrottungsfesten, kräftigen MDF Platte feste verleimt. Die Kanten werden mit MDF Leisten ausgefüllt. Solche Leisten werden unterhalb der Fläche zusätzlich alle 30 cm als Verstärkung angebracht.

Außerdem werden Ausschnitte für Kochfelder mit Leisten aufgebaut. Auf diese Weise wird eine stabile Arbeitsfläche geschaffen.

Die Arbeitsplatte wird immer inklusive dieser Unterkonstruktion geliefert und ist damit bei Lieferung eine fertige Arbeitsplatte. Sie können bei uns nicht ein Edelstahlblech bestellen, welches Sie auf eine alte Arbeitsplatte kleben.
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Was ist Edelstahl eigentlich? Kann Edelstahl rosten?

Die Antwort darauf ist sowohl "Ja" als auch "Nein". Ja, Edelstahl kann durchaus rosten. Jedoch geht dieser Prozess äußerst langsam vor sich. Entdecken Sie Rostflecke auf Ihrer Arbeitsplatte, so kommen diese von anderen Materialien, z.B, einem verchromten Abtropfgitter.

Edelstahl ist eine Legierung und besteht aus mindestens 10,5% Chrom. Chrom und Sauerstoff reagieren miteinander und bilden eine schützende Schicht aus Chromoxid auf der Oberfläche des Edelstahles, womit diese um vieles langsamer rostet als zum Beispiel allgemeiner Baustahl. Wie schnell die Oberfläche rostet, hängt von der Umgebung ab. Schäden in der Oberfläche werden jedoch wieder durch die sich bildende Chromoxidschicht geschützt.

Es gibt eine große Anzahl verschiedenste Sorten von Edelstahl für die unterschiedlichsten Anwendungen. Eine große Gruppe macht der austenitische Edelstahl aus, er ist nicht magnetisch und er ist formbar. Diese Legierungen mit geringerem Kohlenstoffgehalt sind ausserdem gut zu schweissen. Die Sorten, welche im häuslichen Gebrauch meist anzutreffen sind, sind der 18/8 und 18/ 10 Edelstahl. Edelstahl mit der Bezeichnung 18/10 beinhaltet 18% Chrom und 10 % Nickel (Bezeichnung ist auch V2A). Wird 2% Molybdän hinzugesetzt, so entsteht ein bedeutend mehr widerstandskräftiger Stahl (V4A), welcher sowohl in Laboratorien verwendet wird bzw. für Outdoorküchen in Seenähe.

Das gemeinsame ist, dass alle diese Edelstahlsorten nicht magnetisch sind. Alle Arbeitsplatten werden in diesen Stahlqualitäten hergestellt.

Sollte eine Edelstahloberfläche magnetisch sein, so spricht man von einem ferritischem Stahl. Diese Stahlsorten werden oft für die Herstellung von Dampfabzugshauben verwendet, Produkte, welche nicht geschweisst werden müssen.

Seit wann gibt es Edelstahl?

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben mehr oder weniger gleichzeitig mehrere Personen unabhängig voneinander an der Entwicklung eines Werkstoffes gearbeitet, welcher uns heute als Edelstahl bekannt ist. Zum Beispiel arbeiteten in der Friedrich Krupp AB der Physiker Professor Benno Strauß und sein Mitarbeiter Doktor Eduard Maurer über Jahre an der Entwicklung eines Materiales, welcher sich für die „Herstellung von Gegenständen, die hohe Widerstandskraft gegen Korrosion erfordern“. Diese Entwicklung wurde mit einem Patent geschützt.

Auch in Österreich wurde an einem solchen Projekt gearbeitet. Dort entwickelte parallel und unabhängig von den Arbeiten der Krupp AB der Ingenieur Max Mauermann einen rostbeständigen Stahl. Die zeitgleichen Forschungen führten später zu einem langwährenden Rechtsstreit.

Außerdem gelang es in Großbritannien Harry Brearley auf der Suche nach einem Material mit geringerem Verschleiß für Schusswaffen 1913 den später sogenannten fleckenfreien Stahl (Stainless Seel) zu entwickeln.
Dass Edelstahl im Haushalt bereits seit den 50-er Jahren selbstverständlich ist bezweifelt niemand. Eine andere Verwendung findet Edelstahl ebenfalls in der Architektur. So sind Teile der Fassade und die Turmhaube des Chrysler Building in Manhattan mit Edelstahl versehen.